Joey Kelly – no limits

Als ich auf einem Plakat die Ankündigung von Joey Kelly sah, musste ich nicht lange überlegen und habe mir sofort eine Karte für seinen Vortrag „no limits“ besorgt. Nicht das ich jetzt ein Fanboy von Joey bin, aber solche Vorträge über Sportler, Extremsituation usw. haben mich eigentlich immer sehr gut unterhalten. Auch diesmal sollte ich nicht enttäuscht werden.

Vortragsfolie  (Foto: Herr Meier)

Vortragsfolie
(Foto: Herr Meier)

Wegen dem großen Andrang wurde der Veranstaltungsort gewechselt (vom alten Krematorium zum evangelischen Gemeindehaus). Aus diesem Grund fing die Veranstaltung auch ca. 15min. später an, um den eventuell von weiter anreisenden Leuten die Möglichkeit zu geben rechtzeitig hier zu sein.

Es wurde ein hervorragender Vortrag von einem sehr sympathischen Joey Kelly. Eigentlich war es eine Biografie von seinem Leben, angefangen mit der Legendären Kelly Family Zeit bis heute. Er schaffte es immer wieder das Publikum mit seinen Bildern und Videos zu begeistern. Es wurde viel gelacht, gestaunt und ab und an auch geekelt. Viel Anekdoten aus seinem Leben rundeten den Abend ab:

„Falls jemand fragt wer Schuld an der Kelly Family war, sagen sie das es die Italiener waren, denn sie haben uns ausgeraubt und so mussten wir singen um Geld zu verdienen.“

„Wir hatten einen Londoner Stadtbus gekauft, mit dem sind wir von Ort zu Ort gefahren. Leider waren diese Busse für den Stadtverkehr ausgelegt und fuhren nicht schneller als 60km/h. Auch auf der Autobahn hatten wir Kellys keine Freunde“.

Bei seinem allerersten ersten Triathlon: „Zum Glück war da so eine Tonne (Boje) im Wasser, sonst wäre ich untergegangen. Dann würde jetzt hier jemand anders stehen“

„Wenn Du dann dort (Iditasport Alaska – 160 km Lauf bei bis zu -20°C) am Ziel ankommst, wartet keiner auf Dich, nicht mal der Veranstalter. Da musst Du dann mit dem Handy anrufen und sagen das Du am Ziel bist! Antwort: Herzlichen Glückwunsch, das hätten wir jetzt nicht gedacht“

„Ich habe mir gedacht, beim nächsten mal kotzt der Pferd“ (ja, er sagte immer „der“ Pferd!)

Die 90 Minuten vergingen leider viel zu schnell und bei mir persönlich hat dieser „Extremsportler“ sehr viele Sympathiepunkte gesammelt. Ich kann jedem nur empfehlen sich irgendwann mal diesen Vortrag anzutun. Man wird nicht enttäuscht! Auch wenn man danach nicht das Gefühl verspürt sofort einen Ironman oder Ultramarathon zu starten (was er auch in keinem Wort erwähnt oder will) so bleibt doch die positive Begeisterung von einem sympathischen Menschen Joey Kelly der zum Schluß noch erwähnte das Hunger nur eine Hysterie des Körpers ist. 😉

Danke!